Bio-Obst und -Gemüse: Sollte dies wirklich sein?

Veröffentlicht von mledermann am

Bio-Obst und Bio-Gemüse - Ernährungsberatung Martina Ledermann

Einleitung

Heute möchte ich gerne meine Position zu Bio-Obst und Bio-Gemüse in diesem Beitrag mitteilen.

Wie ist die Situation

Viele Menschen, die wert auf eine gesunde Ernährung legen, kaufen Bio-Obst und Bio-Gemüse zu erheblich höheren Preisen. Dabei sind es nicht einmal die Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern, die diese hohen Preise diktieren, sondern die Supermärkte. Sie wollen den größtmöglichen Umsatz aus dem Verkauf dieser Lebensmittel erzielen. Die Produzent/innen erhalten nur einen sehr geringen Anteil des Umsatzes.

Dabei gilt es zu beachten, dass zwar keine schädlichen chemischen Pestizide, die verschiedene Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen auslösen können, in dem Bio-Obst und Bio-Gemüse enthalten sind; dennoch müssen auch die Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern bestimmte natürliche Pestizide, beispielsweise Kupfersulfat, an die Obst- und Gemüsepflanzen spritzen, damit sich kein Ungeziefer bildet, dass natürlich nicht zwischen einem konventionellen und einem Bio-Anbau unterscheidet. Ungeziefer findet sich überall.

Die weit verbreitete Meinung, Bio-Obst und Bio-Gemüse enthalte gar keine Pestizide, stimmt so nicht. Es sind „bessere“, weniger schädliche Pestizide, die dieses Obst und Gemüse enthält.

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass die Grenzwerte, die für die Pestizide gelten, bei allen Produkten, die aus der EU kommen, eingehalten werden müssen. Vorsichtig sollten Sie bei Obst und Gemüse aus asiatischen Geschäften sein, da hier die Herkunft und der Schutz unklar sind.

Der große Nachteil des konventionellen Obst und Gemüses ist es jedoch, dass es zwischen den einzelnen Pestiziden, die verwendet werden, Wechselwirkungen geben kann. Das heißt, wenn Sie Pestizid A an den Äpfeln haben und Pestizid B an den Bananen, sie essen beide, dann kann es zu toxikologischen Wechselwirkungen kommen. Dies sehe ich als großen Nachteil des konventionellen Gemüses. Die Quelle dieser Information ist die Aussage einer anerkannten Toxikologin aus Deutschland, die dies in einer TV-Reportage mitteilte.

Mein Fazit

Wenn Sie es sich finanziell leisten können und möchten, kaufen Sie Bio-Obst und Bio-Gemüse. Wenn Sie jedoch Raucher/in sind, dann haben Sie bereits eine hohe Menge an Pestiziden und Giften in Ihren Zigaretten, so dass es in diesem Fall sehr wenig Sinn macht, Bio-Obst und Bio-Gemüse zu hohen Preisen zu erwerben. Dies würde sich meiner Meinung nach kaum noch positiv auswirken, da das Rauchen eine so hohe Menge an Giftstoffen enthält, dass selbst Bio-Produkte dann kaum noch eine positive Wirkung hätten.

Nicht-Raucher/innen und Allergiker/innen hingegen können sich vor den besagten Wechselwirkungen mit Bio-Obst und Bio-Gemüse gut schützen. Dennoch ist es der Profit-Gier der Supermärkte zu verdanken, dass diese Lebensmittel so immens teuer sind. Beispielsweise erhalten Sie konventionelle Orangen für etwa EUR 1,99, während die Bio-Variante mindestens EUR 3,99 für etwa 1,5 kg kostet. Ein satter Preisunterschied von EUR 2,00.

Menschen, die mit dem Existenzminimum auskommen müssen, können sich diese Bio-Lebensmittel nur leisten, wenn Sie sehr bewusst, achtsam und sehr sparsam einkaufen, sonst ginge dies gar nicht. Der aufgestellte Lebensmittel-Warenkorb für Bezieher/innen von Transferleistungen ist für eine Ernährungsberaterin ein Korb des Schreckens:

  • Billigste, fette (Leber)Wurst,
  • Tütensuppen,
  • Jede Menge Fertigprodukte,
  • Kaum Obst oder Gemüse,
  • Statt gesunden Mineralwassers soll Wasser aus dem Wasserhahn getrunken werden etc.

So sollte man auch mit staatlicher Hilfe Menschen nicht ernähren.

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